Energiekonzepte & Klimaschutz

Die Energiewende unter der Straße: Kalte Nahwärme. 

Wie wir Quartiere ohne Öl, Gas und Schornsteine beheizen. Intro: Wie heizt man ein neues Quartier mit 1.300 Wohneinheiten CO2-neutral? Die Antwort liegt im Boden. Wir erklären, warum „Kalte Nahwärme“ (Anergie) die effizienteste Lösung für Großprojekte ist und wie wir sie technisch umsetzen.

Das Problem: Veraltete Standards

Die Entwicklung von Flächen zu baureifem Land ist heute anspruchsvoller denn je. Umfassende Gutachten, ökologische Ausgleichsmaßnahmen und städtebauliche Verträge erfordern Zeit und Vorleistung.

Konventionelle Heizsysteme (Gas, Fernwärme mit fossilem Anteil) sind Auslaufmodelle. Sie verursachen hohe CO2-Kosten, machen abhängig von Energieimporten und erfüllen oft nicht mehr die strengen ESG-Kriterien der EU-Taxonomie. Gleichzeitig ist der Strombedarf für reine Luft-Wärmepumpen im Winter enorm hoch.

Die Relevanz: Warum ESG über den Wert entscheidet

Für Investoren:

Immobilien, die nicht nachhaltig energieoptimiert sind, drohen an Wert zu verlieren, weil eine effiziente Modernisierung nur eingeschränkt möglich ist.

Für Bewohner:

Die Nebenkostenbelastung steigt durch CO2-Bepreisung massiv an. Nur autarke Systeme bieten langfristig stabile Wohnkosten.


Die Lösung von AMAND: Alternative Energiekonzepte 

In Zusammenarbeit mit Energieversorgern setzen wir alternative Energiekonzepte um. Sie sind innovativ, unabhängig von fossilen Brennstoffen und helfen den Gebäuden, den vorgegebenen Energiestandard zuverlässig zu erreichen.

Beispielprojekt: Energiezentrale Rondorf Nord-West

In Köln-Rondorf realisieren wir eines der größten kalten Nahwärmenetze der Region.

  • Dimension: Versorgung von 1.300 Wohneinheiten.
  • Technik: 12 Schluckbrunnen und ein 6 km langes Rohrnetz.
  • Effekt: Jährliche Nutzung von 2,5 Mio. m³ Grundwasser im Kreislauf – ohne Verbrauch, nur zur Wärmeentnahme.

Wir nutzen die konstante Temperatur des Grundwassers.

  • Das Prinzip: Wir bohren Brunnen und nutzen das ca. 10–12 °C warme Grundwasser. Dieses Wasser zirkuliert in einem ungedämmten Rohrnetz („Kaltes Netz“) zu den Häusern.
  • Die Effizienz: Dezentrale Wärmepumpen in den Häusern müssen das Wasser nur noch wenige Grad erhitzen. Da die Quelle (12 °C) viel wärmer ist als die Außenluft im Winter, verbrauchen die Pumpen extrem wenig Strom (hohe Jahresarbeitszahl).
  • Klimaschutz: Das System arbeitet lokal emissionsfrei. Im Sommer kann es sogar zur passiven Kühlung („Natural Cooling“) genutzt werden.
Rondorf

Köln-Rondorf Nordwest

Ein neues Stadtquartier für rund 3.000 Einwohner – integrierte Quartiersentwicklung mit Wohnraum, Infrastruktur und nachhaltigem Mobilitätskonzept im Kölner Süden.

zum Projekt

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Die Stärke einer Gemeinschaft

Solche Systeme erfordern massiven Tiefbau. Wir müssen keine externen Firmen für den Leitungsbau koordinieren – die AMAND Bauunternehmung verlegt die kilometerlangen Netze und Brunnenanlagen mit eigenem Personal und Gerät.